Steuerflucht Vorwürfe gegen Luxemburg – so auch in Malta?

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Derzeit erschüttert ein handfester Skandal die europäische Finanzwelt: Der Zwergstaat Luxemburg soll über 300 Unternehmen, vornehmlich aus den USA, große und exklusive Steuergeschenke gemacht haben und diese damit deutlich bevorzugt. Da man in Malta durch diverse Modelle (zum Beilspiel dem Malta Limited Modell) ebenfalls Steuern sparen kann und ausländische Unternehme so ihre Steuerlast erheblich senken können, steht die Frage im Raum, ob Maltas Praktiken dann nicht genauso fragwürdig sind. Dieser Frage möchte ich in meinem heutigen Beitrag nachgehen.

Luxemburgs Steuer-Praktiken wegen Bevorzugungen illegal

Zunächst muss klargestellt werden, dass an der Praxis, ausländischen Unternehmen Steuervergünstigungen einzuräumen, nichts zu kritisieren ist. So lange EU-Gesetze wie das Wettbewerbsrecht nicht gebrochen werden, ist dies legitim. Dies ist aber auch schon der Knackpunkt der Geschichte. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, und Luxemburg hat den Unternehmen ungleich der generellen Praxis gesonderte Steuersätze zugesichert, wäre dies illegal. Diese Bevorzugung würde einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht der EU bedeuten, welches die Gleichstellung von Konkurrenten sicherstellt. Und genau dieser Punkt stellt auch klar, dass Maltas Praktiken vollkommen legal sind.

Gleiches Recht für alle beim Steuersparen in Malta

Bekanntermaßen lässt sich in Malta durch eine Malta Limited oder dem Malta Holding Modell die effektive Steuerlast senken. Den niedrigen Effektiv-Steuersatz kann bei rechtmäßiger Aufstellung jedes Unternehmen erreichen, das die entsprechenden Voraussetzungen für eine Besteuerung in Malta erfüllt. Dieser Unternehmenspool ist darüber hinaus längst nicht so groß wie beispielsweise in Luxemburg oder den Niederlanden. Während dort nämlich zu einem großen Teil Lizenzgeschäfte abgewickelt werden und somit die meisten international agierenden Unternehmen mit einer bestimmten Produktpallette qualifiziert sind, eignet sich Malta vor allem für Dienstleistungsunternehmen im Internet. Zwar sind Lizenzgeschäfte auch in Malta möglich (wie der Fall XXXLutz gezeigt hat), wir von der Kanzlei Dr. Werner & Partner sehen darin allerdings nicht die Hauptattraktivität Maltas.

Diese Punkte sind ausschlaggebend dafür, dass die Ermittler der EU-Kommission Malta nicht sonderlich Beachtung schenken. Wäre ein dringlicher Verdacht dafür aufgekommen, dass die Praktiken rund um das Sparen von Steuern in Malta illegal wären, wäre dies längst publik und die Ermittlungen würden wohl laufen. Wir von der Kanzlei Dr. Werner & Partner sehen der Zukunft daher entspannt entgegen, steigert es doch Maltas Attraktivität in Europa und der Welt noch mehr.

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