Monorailbahn in Malta? – Erste Pläne

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Es wäre ein Projekt der Superlative: Geht es nach einem Ausschuss der maltesischen Regierung, soll in den nächsten Jahren ein Monorail-Betrieb in Malta aufgebaut werden und der Verkehr im Land so entzerrt werden. Ein entsprechender Plan wurde der EU vorgelegt, die das Ganze mitfinanzieren soll. Die Argumente sprechen für das Projekt.

Monorail in Malta würde 1,49 Milliarden Euro kosten

Eine erste Kostenschätzung besagt, dass das Vorhaben etwa 1,49 Milliarden Euro kosten würde. Angesichts eines BIP von knapp 9,6 Milliarden Euro ein gewaltiger Brocken Geld, der für Malta allein wohl kam zu stemmen wäre. Daher wurde das Projekt auf eine Liste mit Investitionsmöglichkeiten gesetzt, welche der EU vorgelegt wurde. Diese hat die Mitgliedsstaaten dazu aufgefordert, eine solche Liste anzufertigen, um diese dann durch einen gemeinsamen Investitionspool mitzufinanzieren.

Monorail-Bahn wäre gut für Maltas Verkehr

Das Monorail-Projekt macht in Malta durchaus Sinn. Malta hat – zumindest auf der Hauptinsel – eine enorme Bevölkerungsdichte und damit auch ein sehr hohes Verkehrsaufkommen. Zwar bestehen öffentliche Verkehrsmittel, die Malteser greifen allerdings wesentlich lieber zum Autoschlüssel als zum Busticket. Eine Schnellbahn, die die wichtigen Punkte der Insel miteinander verbindet, würde sicherlich – gerade bei Touristen – auf Akzeptanz stoßen. Wie man eine solche Bahn in den ohnehin schon schmalen Straßen unterbringen möchte, ist meiner Meinung nach jedoch sicherlich eine der größeren Herausforderungen.

Verbesserte Infrastruktur auch für Geschäftsreisende auf Malta wichtig

Vorteile hätte das Projekt in jedem Falle. Zum einen aus wirtschaftlicher Sicht, denn ein solches Vorhaben schafft immer auch viele Arbeitsplätze. Zum einen ist eine moderne Infrastruktur von großer Bedeutung, gerade bei den Geschäftsreisenden. Und wenn man bedenkt, dass Malta eine wichtige Rolle im europäischen Finanzmarkt anstrebt, ist ein höheres Aufkommen an Geschäftsreisenden zu erwarten und wie heißt es so schön: Zeit ist Geld. Dieses Argument führt der entsprechende Ausschuss ebenfalls vor. Die Bahn hätte nach ihren Recherchen zur Folge, dass die pendelnden Malteser täglich eine halbe Stunde mehr Zeit haben, beispielsweise um produktiv zu sein.

Ob das Projekt tatsächlich kommt, wird sich Mitte nächsten Jahres zeigen. Zwar wäre es sicherlich ein Mehrwert, jedoch gebe ich zu bedenken, dass der jahrelange Bau der 79km langen Bahn gerade für das tourismusabhängige Malta nicht ideal wäre. Auf der anderen Seite stünde die Bahn für Fortschritt, den das Land unter anderem mit der Malta Limited Regelung unbedingt herbeiführen will.

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