Maltesisches Erdöl: Ungenutzte Möglichkeiten

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Wie in den vergangenen Wochen mehrfach bestätigt wurde, sind Maltas wirtschaftliche Aussichten durchaus positiv. Natürlich: Die Finanzkrise in der EU hat auch hier nicht Halt gemacht, durch konjunkturfördernde Maßnahmen der Regierung hat sich das Land jedoch schnell erholt. Geschafft hat dies der kleine Inselstaat durch zwei Standbeine.

Tourismus und ausländische Investoren sind wichtigste Stützen

Maltas wichtigste Einnahmequelle ist der Tourismus. Mehr als eine Millionen Touristen besuchen die Inseln jährlich und sind damit für 40% der Wirtschaftsleistung des Landes. Zudem haben die vielen ausländischen Unternehmen, die seit den 70er Jahren mit Steuervorteilen gelockt werden, ihren Anteil am wirtschaftlichen Wohlergehen des Landes. Dabei lässt Malta Teile seines Potenzials ungenutzt.

Malta führt weit weniger Bohrungen als Italien durch

Der bekannte Geologe Peter Gatt sowie der CEO von Genel, Tony Hayward, deuteten neuste seismische Messungen des Mittelmeerbodens als vielversprechende Möglichkeit. Die Rede ist hier von der Schatzsuche des 21. Jahrhunderts, der Suche nach dem schwarzen Gold, dem Öl. Peter Gatt geht sogar so weit, dass er sagt, die Vorkommen seien Maltas größtes Vermögen und hätten einen Wert von mehreren Milliarden Euro. Meiner Meinung nach sind die Ergebnisse nicht dermaßen vielsagend, dass man von einem sicheren Vermögen sprechen könnte, dennoch wundert es auch mich, dass Malta bisher gerade einmal 12 Bohrungen unternommen hat, während beispielsweise Italien in gleicher Zeit 4 000 Probebohrungen durchführte. Hier sollte also in jedem Fall nachgearbeitet werden, schließlich ist Malta dafür bekannt, seine begrenzten Möglichkeiten effektiv zu nutzen.

 Maltesische Firmen beschließen Zusammenarbeit bei Ölförderung

Und in der Tat kommt Bewegung in das Thema. Drydocks World hat einen Vertrag mit Malta Oil and Gas Limited abgeschlossen, der die Konstruktion zweier Ölplattformen vorsieht. Die neuen Plattformen sollen tiefer bohren können als die bisherigen und werden mit dem „High Pressure High Temperature“ (Hoher Druck hohe Temperatur) Verfahren kompatibel sein.

Maltas Wirtschaft ist stark von den Touristen und den ausländischen Investoren abhängig. Zwar wird sich so schnell nichts an der Attraktivität Maltas für beide Interessengruppen ändern, dennoch ist es nicht falsch, die Bodenschätze im Mittelmeer zu nutzen. Hierfür müssen jedoch erst mehr Lizenzen vergeben werden, was bisher noch nicht geschah. Wir werden das Thema weiter verfolgen.

Titelbild: rebel  / pixelio.de

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