Maltesische Tradition: Vogeljagd weiter erlaubt

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Mein heutiger Beitrag soll sich nicht um die üblichen Themen wie Malta Limited oder generell Maltas Wirtschaft drehen, sondern von einer maltesischen Tradition handeln: dem Vogelschießen im Frühling. Was für die einen Malteser ein jährliches Ritual ist, ist für andere eine große Ungerechtigkeit und Schandtat an der Natur. Daher gab es nun ein Referendum über die umstrittene Jagd. Mit einer hauchdünnen Mehrheit von 50,4% setzten sich die Befürworter durch – nicht das erste Mal.

Vogeljagd in Malta sehr umstritten

Bei der Vogeljagd werden Zugvögel, die in Malta von ihrer Reise aus Afrika nach Europa einen Zwischenstopp einlegen, sowohl mit Fallen in Form großer Netze gefangen, als auch direkt mit klassischen Gewehren geschossen. Oftmals werden dabei Jagdobergrenzen überschritten oder auch geschützte Arten geschossen, was Tierschützer regelmäßig auf den Plan ruft und was unter anderem ein Grund für das Referendum war.

Referendum über Vogeljagd beschäftigte die Malteser enorm

Ich schreibe auch deshalb über das Thema, weil es eine Geschichte ist, die in Malta in den letzten Wochen gefühlt jede zweite Diskussion bestimmte, zumindest in Gesprächen mit Einheimischen. Bei den lebhaften Debatten konnte man wahrlich jedes Meinungsbild vorfinden, was schon von Anfang an auf einen knappen Ausgang schließen ließ. Wie bereits erwähnt stimmten 50,4% der Wähler für einen Fortbestand der Jagdtradition. In interessanter Fakt ist hierzu, dass es bereits die siebte Abstimmung zu diesem Thema innerhalb der letzten 145 Jahre war – man war sich also noch nie wirklich einig.

Vogeljagd in Malta nach EU-Recht verboten

Laut EU ist die Jagd übrigens verboten. In keinem anderen Land außer Malta wird die Jagd im Frühling noch toleriert, was unter anderem auch auf das Argument zurückzuführen ist, dass die Vögel sich durch die Minderung der Population noch vor der Paarungszeit kaum noch vermehren könnten. Die Tierschützer Maltas waren zwar über das Ergebnis enttäuscht, akzeptierten es allerdings. Sie versprachen jedoch, nicht mit ihrer Arbeit aufzuhören, und Verstöße gegen Limitierungen zu verfolgen und zu melden.

 

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