Maltas Rolle für Mittelmeerflüchtlinge

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Es ist wirklich jedes Mal eine Tragödie. Ein Boot voller Menschen mit großer Hoffnung auf ein besseres Leben, die die Reise über das Mittelmeer ins rettende Europa wagen – und es oft leider nicht schaffen. Die Problematik mit den Mittelmeerflüchtlingen wurde in den letzten Monaten viel diskutiert. Nun, nach viel zu vielen Opfern, sind die Bemühungen, möglichst viele Menschen zu retten, deutlich intensiviert worden. Malta spielt dabei neben Italien, Spanien, Griechenland und Zypern ebenfalls eine wichtige Rolle.

Die Routen der Flüchtlinge führen in der Regel zu den ersten europäischen Stationen im Mittelmeer. Dazu zählt neben den oben aufgezählten Staaten natürlich auch Malta. Malta gibt sich jedoch sehr hilflos mit den vielen Flüchtlingen, da, so heißt es, die Flüchtlingsstationen völlig überfüllt seien. Dass man hier die Kapazitäten ausbauen könnte, sei nur am Rande erwähnt. Nach dem großen Unglück im April, bei dem 700 Menschen ums Leben kamen, forderte Malta daher einen großen UN-Einsatz. Mehr Einsatz wurde mittlerweile ja auch gezeigt, es geht also voran.

Mit gutem Vorbild voran geht ein wohlhabendes Ehepaar aus Malta: Christopher und Regina Catrambone haben ein Boot gekauft und es umbauen lassen, was die beiden insgesamt 8 Millionen Euro gekostet hat. Das Boot soll Flüchtlinge im Mittelmeer auflesen. Dieses Engagement ist auf der einen Seite sehr bewundernswert, sollte auf der anderen Seite jedoch gar nicht erst nötig sein. Menschlichkeit zu zeigen sollte schließlich keine Wohltat sein, sondern Voraussetzung.

Dass dem Thema mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, finde ich genau richtig. Die EU hat hierfür mittlerweile klare Regeln erstellt und die Aufteilung der Flüchtlinge erfolgt nun auf die gesamte EU, so sind bereits 200 000 Flüchtlinge untergekommen. Diese Entlastung wird auch Malta spüren, auch wenn ich finde, dass hier die Situation nie an einem Punkt angelangt ist, an dem nichts mehr ging. Maltas Einstellung, sich so weit wie möglich aus dem Thema herauszuhalten, ist denke ich wahrlich keine Heldentat.

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