Maltas Schulsystem – ein kleiner Einblick für Auswanderer

Den Traum vom Auswandern haben viele und doch setzen ihn nur wenige um. Die Gründe sind vielfältig: sei es die ungewisse Zukunft, mögliche Anlaufschwierigkeiten oder auch die Schwierigkeiten, die mit einem Umzug mit der ganzen Familie verbunden sind. Zumindest für all jene, die mit dem Gedanken spielen, mit der Familie nach Malta auszuwandern, möchte ich hier einige Informationen zu Maltas Schulsystem liefern.

Die erste Frage, die man sich stellen muss, ist: Schicke ich mein Kind auf eine internationale Schule oder auf eine maltesische Schule. Die Unterschiede hierbei liegen zunächst auf der Hand.

Schulsystem in Malta: Maltesische Schulen bringen sprachliche Schwierigkeiten

Der Unterschied ist dabei recht einfach: Auf den staatlichen maltesischen Schulen werden die Fächer neben der Amtssprache Englisch teilweise auch auf maltesisch unterrichtet. Das Problem dabei: Maltesisch ist wirklich keine leichte Sprache und an dem Mix aus Arabisch und Italienisch sind schon viele gescheitert. Der Vorteil ist hier allerdings, dass die Kinder mit schnell mit Maltesern in Kontakt kommen und dies ist gerade für Menschen, die sich längerfristig auf der Insel aufhalten wollen, empfehlenswert. Unter Berücksichtigung dessen, dass Kinder fremde Sprachen besonders schnell lernen, sollten die staatlichen Schulen also auch in Betracht gezogen werden. Berührungsängste mit der katholischen Kirche sollten Sie hierbei nicht haben, da viele staatliche Schulen noch unter der Obhut der Kirche stehen. Dass Malta ein sehr christliches Land ist, sollten Sie aber ohnehin wissen.

Internationale Schulen als Treffpunkt Gleichgesinnter in Malta

Die internationalen Schulen bieten im Unterschied zu den maltesischen Schulen Unterricht an, der komplett auf Englisch gehalten wird. Außerdem treffen die Kinder dort häufig andere Kinder, deren Eltern ebenfalls ausgewandert sind oder beruflich oft den Wohnort wechseln müssen – das Neukennenlernen ist dort vielen ein Begriff. Wenn ich recht informiert bin, stehen hier die Verdala International School sowie die QSI Malta in der vorderen Reihe.

Mythos: Maltas Schulsystem ohne Schulpflicht

Es kam schon einmal vor, dass mir einer unserer Mandanten Malta deshalb anpries, weil dort ja keine Schulpflicht gelte und man so den Bildungsweg seiner Kinder komplett selbst bestimmen könne. Dem musste ich damals wie auch heute klar widersprechen. Zwar galt bis 1946 keine Schulpflicht, abgesehen davon, dass dies damals in einigen Ländern Europas der Fall war, ist diese Regelung längst aufgehoben, und so müssen Kinder bis einschließlich 16. Lebensjahr in Malta die Schule besuchen.

Malta mit mehrstufigem Schulsystem nach englischem Vorbild

Das Schulsystem in Malta ist ähnlich aufgebaut wie das in Großbritannien. Nach sechsjähriger Grundschulzeit (beginnend im 5. Lebensjahr) müssen die Kinder Sekundarschulen besuchen, bei denen in den meisten Fällen nach Geschlechtern getrennt wird. Diese Schule wird zwischen dem 11. Und 16. Lebensjahr besucht. Nun haben die Schüler die Auswahl, ob sie ihre Schulbildung weiter vertiefen wollen oder ob sie eine Ausbildung beginnen möchten. Die obere Sekundarbildung bietet dabei Zweige an: den berufsorientierten und des akademisch orientierten Zweig. Ersterer ist praxisnäher, Zweiterer soll auf ein Studium vorbereiten.

Hohes Budget für Maltas Schulsystem

Das Bildungsbudget der Regierung in Malta ist im Verhältnis zum BIP des Landes sehr hoch. Im EU-weiten Vergleich sind die Ausgaben im Verhältnis zu BIP/pro Kopf am höchsten. Dennoch ist die Alphabetisierungsrate mit 95% nicht besonders hoch und ist vergleichbar mit der Kolumbiens oder Thailands. Da diese Werte aber besonders vergangener Bildungspolitik zu Lasten gelegt werden kann, nehme ich an, dass die Alphabetisierungsrate bei der jüngeren Generation deutlich höher liegt.

Ob Sie Ihr Kind nun auf eine internationale Schule oder eine staatliche Schule schicken, hängt mit Sicherheit auch vom Kind ab. Wer länger vor hat, in Malta zu bleiben und wessen Kind leicht Anschluss findet, der wird mit einer staatlichen Schule besser bedient sein. Handelt es sich um einen temporären Aufenthalt und Sie sind ohnehin Weltenbummler, oder Ihr Kind tut sich mit Gleichgesinnten leichter, ist eine internationale Schule, auf der durch und durch auf Englisch gelehrt wird, die bessere Wahl. Wie Sie sich auch entscheiden: wenn Sie nach Malta auswandern wollen, gibt es auch für sie Kinder gute Schulmöglichkeiten.

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