Silvio Schembri: Die Verzinsung in Malta muss unternehmerfreundlicher werden

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In meinem heutigen Post möchte ich mich dem Thema der Kreditvergabe auf Malta zuwenden. Über dieses Thema sprach Silvio Schembri, seinerseits Parlamentsmitglied im Namen der Labour Partei und Vorsitzender des Ausschusses Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten in Malta, mit der maltesischen Zeitung Malta Today. Er kritisierte dabei die große Lücke zwischen Kredit- und Anlageverzinsung.

Den Punkt den Schembri kritisiert: Die Banken auf Malta verlangen zu viel für Kredite, die Rendite für Anlagen ist dabei aber gleichzeitig zu niedrig. Er unterstreicht, dass das Gleichgewicht zwischen Gewinninteresse und dem Nachkommen von Kundeninteressen stets gehalten werden muss. Und in der Tat: Verglichen mit den EU-Partnern ist die durchschnittliche Lücke zwischen Leih- und Anlagezins deutlich höher, im Gegensatz zum Bedarf an beispielsweise Unternehmerkrediten, welcher höher ist als unter anderem in Deutschland.

Sinkendes Kreditvolumen seit 2010

Natürlich kann man einer unabhängigen Bank keine Zinspolitik vorschreiben, dennoch ist Schembris Kritik angebracht. In Anbetracht des niedrigen Leitzinses der Europäischen Zentralbank, hätte ich mit deutlich sinkenden Zinsen in Malta gerechnet, was aber nicht eintrat. Eine weitere fragwürdige Tendenz: Trotz steigenden Interesses wurden im Verlauf der letzten drei Jahre weniger Kredite vergeben (2009: 1,4 Billionen €, 2013: 960 Milliarden €). Sicherlich hat auch die Finanzkrise ihren Anteil an diesem Einbruch, eine Erholung gleichtuend der Krise war bisher allerdings nicht in Sicht.

Förderung der Malta Limited in Gefahr – aber nicht für ausländische Investoren

Die Angelegenheit erfährt meiner Meinung nach zurecht Aufmerksamkeit. Die Gründung einer– berechtigterweise – hochgelobten Malta Limited und den damit verbundenen Start-up Kosten benötigt Kapital, welches häufig durch eben solche Kredite beschafft wird. Werden allerdings keine Kredite vergeben, geht der Plan der Regierung (Förderung Malta Limited) nicht auf. Zwar muss gesagt werden, dass die Regierung besonders ausländische Investoren locken möchte, und diese ihr Kapital entsprechend aus dem Ausland erhalten, die heimischen Unternehmer sollten aber keineswegs übergangen werden.

Erklärung der Zentralbank Maltas im Parlament

Erste Schritte gegen diese Misere wurden bereits eingeleitet. So muss sich die Central Bank vor dem Parlament erklären und die große Differenz erklären. Schembri fasste diesbezüglich die Problemstellung noch einmal zusammen: „Es ist eine Frage der Balance zwischen den beiden Zinssätzen.“. Wir bei der Kanzlei Dr. Werner & Partner blicken gespannt auf das Ergebnis der Befragung, schließlich hätte eine mögliche Anpassung der Zinssätze positive Folgen auf die unternehmerische Aktivität auf Malta, was natürlich zu begrüßen wäre.

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