Malta Limited – Wie kann sich das lohnen?

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Der Haushaltsplan von Maltas Regierung sieht auch im kommenden Jahr Steuervergünstigungen für ausländische Investoren vor. Für uns bei der Kanzlei Dr. Werner & Partner haben wir dies natürlich begrüßt, schließlich arbeiten wir Mandaten zusammen, die hauptsächlich wegen der günstigen Steuerlage eine Malta Limitedgegründet haben. Doch was ist der Sinn der Vergünstigungen?

85% Ersparnis beim Körperschaftssteuersatz in Malta

Zunächst möchte ich kurz darauf eingehen, was genau die Regierung ausländischen Gesellschaftern verspricht: Gründet in Malta eine Firma, und wir erstatten euch 6/7 der gezahlten Körperschaftssteuer. Diese Konditionen sind natürlich einmalig. Mit seinen 35% Körperschaftssteuersatz ist Malta nämlich keines Wegs ein Niedrigsteuerland, sondern liegt mit dem Satz noch über beispielsweise Deutschland. Allerdings: Der Kniff liegt im Detail. Nicht jeder kann mit einer Malta Limited sparen.

Beispiel vom Maurer und Webseitenprogrammierer

In Gesprächen mit potenziellen Mandaten nenne ich an dieser Stelle häufig das Beispiel mit dem Maurer und dem Webseitenprogrammierer. Der Maurer mit Tätigkeitsort Deutschland nämlich ist physisch an Deutschland gebunden, da er schließlich seine Wände in Deutschland und nicht in Malta hochzieht. Die Unternehmenssubstanz liegt also unweigerlich innerhalb Deutschlands und daher müssen Einnahmen auch dort versteuert werden. Anders hingegen sieht es beim Webseitenprogrammierer aus. Dieser kann seine Tätigkeit an jedem Ort der Welt ausführen, schließlich findet seine Arbeit im WWW statt. Dies wiederum bedeutet, dass dieser seine Unternehmenssubstanz nicht zwingend in Deutschland haben muss, beziehungsweise generell in einem spezifischen Land. Zwar muss er sich festlegen, in welchem Land seine Firma gemeldet sein soll, aber die Wahl liegt dabei bei ihm. Und wählt er in diesem Falle Malta, winken ihm 5% effektiver Körperschaftssteuersatz.

Ziel der Regierung: Steigerung der Wirtschaftsleistung

Doch warum gibt Malta so viel Geld her? Die Frage ist schnell mit einem Sprichwort beantwortet: Selbst Kleinvieh macht Mist. Zwar ist der Steuersatz wesentlich geringer, als der Standardsatz, dennoch bringen die vielen Malta Limiteds genug Geld, um das System lukrativ weiterlaufen zu lassen. Zumal daraus ein statistisch extrem starker Dienstleistungssektor entstanden ist. Auch große Unternehmen wir Playmobil oder Fraport haben sich diese Vorteile gesichert und sparen so jährlich Millionen – ganz im Sinne der maltesischen Regierung und nach EU-Recht absolut legal – Wenn das nicht gut klingt?

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