Besteht das Malta Limited Modell vor internationalem Recht?

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Die Frage nach der Legalität einer Malta Limited höre ich sehr oft und meine Antwort lautet immer: Das Steuernsparen mit einer Malta Limited ist legal. Und dennoch besiegeln selbst erkorene Steuerexperten immer wieder das Ende des Malta Modells, da diverse Staaten längst Gesetze verabschiedet hätten, die genau dies machen sollten. Und in der Tat haben vereinzelt Staaten damit begonnen, Möglichkeiten auszuloten, damit in Malta nicht länger Steuern gespart werden kann. Doch haben diese Staaten überhaupt die Möglichkeit, das Malta Modell zu „verbieten“?

XXXLutz wurde in Österreich der Steuerhinterziehung beschuldigt

Ein gutes Beispiel ist hier der Fall der Möbelkette XXXLutz. Medial wirksam wurde im Land des Sitzes der Firma, Österreich, die Unternehmenspolitik als „Steuerflucht“ betitelt und Malta kurzerhand zu einem Offshore Niedrigsteuerland gemacht. Das Unternehmen hatte nämlich Lizenzgeschäfte an ein Tochterunternehmen mit Sitz in Malta abgetreten und so erheblich vom Malta Holding Modell profitiert. Die Debatte führte soweit, dass Politiker des Landes drauf und dran waren, dem ein Ende zu setzen. Dass man nach wie vor ohne Probleme in Malta Steuern sparen kann, unterstreicht jedoch die Rechtmäßigkeit des Handelns  des österreichischen Unternehmens.

Malta ist entgegen vieler Annahmen kein Niedrigsteuerland

Der freie Binnenmarkt innerhalb der EU und somit der vereinfachten Ausführung von Geschäften auch über die Landesgrenzen hinaus macht das Malta Modell erst möglich. Der freie Binnenmarkt, der durch EU-Recht gesichert ist, lässt sich also keinesfalls durch ein Gesetz in Österreich aushebeln. Wenn wir diese Tatsache aber einmal als Gedankenspiel außer Acht lassen, und annehmen, dass die Österreicher ihr Gesetz, welches eine Unternehmensbesteuerung von unter 10% im Ausland unmöglich macht, durch brächten, so merkt man bei genauerer Betrachtung, dass auch dies nicht Ende des Steuernsparen in Maltas bedeuten würde. Denn: Malta ist offiziell kein Niedrigsteuerland, im Gegenteil. Die reguläre Unternehmensbesteuerung erfolgt mit einem Körperschaftssteuersatz von 35%. Dieser Steuersatz gehört zu den höchsten innerhalb der EU. Die minimale 5,4% Effektivbesteuerung  ergibt sich nämlich erst durch eine nachträgliche Steuerrückerstattung in Höhe von 6/7 der gezahlten Körperschaftssteuern.

Damit kein falsches Bild entsteht: wir von der Kanzlei Dr. Werner & Partner unterstützen Steuerhinterziehung in keiner Weise. Daher ist es uns wichtig, dass bei den von uns gegründeten Unternehmen alles mit rechten Dingen zugeht und nur solche Unternehmen gegründet werden, die sich für eine Besteuerung nach dem Malta Modell eignen. Ob sich auch Ihr Unternehmen dazu eignet, können wir gerne in einem persönlichen Gespräch klären. 

Titelbild: Thorben Wengert/pixelio.de

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