Malta mit Handelsdefizit – ein Grund zur Sorge?

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Malta und seine Import/Export Bilanz, das sah auf dem Papier noch nie gut aus. Aus Berichten des National Statistics Office (kurz NSO; Nationales Statistik Büro) geht jetzt jedoch hervor, dass das Handelsdefizit im März verglichen mit März des vorherigen Jahres um 45,9 Millionen Euro gestiegen ist. Doch woran liegt das und hat das negative Konsequenzen für Malta?

Negative Handelsbilanz in der EU keine Ausnahme

Zunächst muss man sich klar machen, dass die meisten Länder die Malta ähneln, ein Handelsdefizit erzeugen. Das Inseldasein und die Rohstoffarmut machen es schwer, große Exportzahlen zu erzielen. Sieht man sich etwas um, dann fallen einem gleich mehrere große Staaten mit einer negativen Exportbilanz auf: USA, Großbritannien, Frankreich, Spanien und viele weitere. Was bei Betrachtung der Statistiken ebenfalls auffällt: Maltas Handelsbilanzdefizit fällt in der Menge weniger deutlich auf, wie man es vielleicht erwartet hätte. Zwar steht außer Frage, dass ein solch kleiner Staat unmöglich ein ähnliches großes Defizit erzeugen kann, wie beispielsweise Großbritannien (-1,9 Mrd Euro im Vergleich zu 164,57 Mrd Euro, Stand 2011), wie es scheint, macht Malta aber dennoch das beste aus seinen Möglichkeiten.

Rückgang der Industrieexporte aber auch der Importe

Doch was führte zu einer Verschlechterung der Bilanzen? Das Statistik-Büro macht vor allem den Exportrückgang bei Maschinenteilen sowie von Chemieprodukten und Brennstoffen dafür verantwortlich. Trotz der hier genannten Gründe gibt es auch einen Grund zur Freude: Die Menge der Importe wie Lebensmittel ging auch zurück.

Malta setzt auf Dienstleistungssektor – mit Erfolg

Dass Malta dennoch wirtschaftlich gut aufgestellt ist, liegt an Maltas Wirtschaftsstruktur. Man hat früh erkannt, dass ein Aufstieg über Exporte für das Land nur sehr schwer realisierbar gewesen wäre. Deshalb setzte die maltesische Regierung auf den Dienstleistungssektor, der heute den Großteil an Maltas Wirtschaftsleistung ausmacht. Besonders der Tourismus-Sektor ist hierbei der ertragsreichste und macht mehr als 40% des Bruttoinlandsprodukts Maltas aus. Ein weiterer wichtiger Faktor, von dem wir bei der Kanzlei Dr. Werner & Partner künftig sogar eine größere Rolle erwarten, ist der Malta Limited Faktor. Die Gesetze die erlassen wurden und ausländischen Investoren und Unternehmern Steuerersparnisse weit über 50% garantieren, tragen ihre Früchte. Es bleibt abzuwarten, ob die Entwicklung weiter so steil voran geht, dem Land Malta wäre es aber allemal zu wünschen.

Titelbild: Andreas Hermsdorf  / pixelio.de

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