Glücksspiellizenz aus Malta: 4 Lizenzklassen erklärt

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Erst vorgestern hatte ich über das Pokerevent Battle of Malta geschrieben und gesagt, Malta sei gerade für online tätige Unternehmen aus der Glücksspielbranche interessant. Und in der Tat, eine Glücksspiellizenz in Malta zu erhalten, ist um einiges leichter als in nahezu allen anderen EU-Staaten und in Kombination mit der Malta Limited Regelung für ausländische Gesellschafter dazu noch lukrativ. Bei der Lizenzvergabe wird zwischen vier Klassen unterschieden, die ich heute erläutern möchte.

Klasse 1: Remote Gaming Licence

Die Klasse 1 der Glücksspiellizenzen ist die Remote Gaming Licence. Besonders Anbieter, die Spiele ähnlich derer eines Casinos anbieten (Roulette etc.) beantragen diese Lizenz. Aber auch Anbieter von Onlinelotterien müssen diese Lizenz beantragen.

Klasse 2: Remote Betting Licence

Wie der Name unschwer erkennen lässt, richtet sich diese Lizenz an alle, die Wetten kommerziell anbieten möchten. Unter anderem nutzen Unternehmen wie Bwin und Tipico diese Lizenz.

Klasse 3: Die Klasse der Pokerräume

Die dritte Klasse ist – pauschal gesagt – für Anbieter von Glücksspielen mit festen Quoten und Spieleinsätzen. Darunter fallen beispielsweise Pokerangebote.

Klasse 4: Host Licence

Die letzte Lizenz ist für Unternehmen, die das Glücksspiel an sich nicht unbedingt selbst betreiben, jedoch die die Basis dafür bieten, beispielsweise Serverplätze für Glücksspiele. Kurz gesagt: Sie stellen die Plattform für die Angebote.

Glücksspiellizenz aus Malta deutlich günstiger

Mit nur einer der hier gelisteten Glücksspielklassen lässt sich in nur wenigen Fällen Glücksspiel kommerziell betreiben. Oftmals wird daher eine Kombination der Lizenzen beantragt, um alles aus einer Hand liefern zu können. Der Gesetzgeber sieht dafür außerdem Nachlässe vor, um das Anbieten eines großen Glücksspielservices möglichst attraktiv zu machen. Zwar sind die Kosten, die auf einen zukommen, kein Zuckerschlecken, im Vergleich zu anderen Ländern jedoch mehr als attraktiv. Mindesteinlagekapital beträgt bei Klasse 1 und 2 beispielsweise 100 000€, bei Klasse 3 und 4 sind es 40 000€. Die monatlichen Gebühren sind von Klasse zu Klasse recht individuell und gestaffelt, sie schwanken jedoch zwischen 4 600€ und 6 900€. Eine grundsätzliche Steuer auf die Umsätze schlägt mit 5% zu Buche.
Info: Besonders auf Sportwetten fallen in Malta nur niedrige Steuern an, weswegen Sportwettenanbieter wie unter anderem Tipico zunehmend in Malta ihren Geschäfte nachkommen.

Alles in Allem ist Malta für Glücksspielanbieter eine der ersten Adressen. Eine ansprechende und unternehmerfreundliche Politik sowie die vergleichsweise niedrigen Kosten für Glücksspiellizenzen sind hierfür ausschlaggebend. Gerne beraten wir Sie, sollten an dieser Stelle Fragen und Interesse aufgekommen sein.

Titelbild: Elke Hannmann  / pixelio.de

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