Malta Firma: Drei Fehler, die 2017 zur Steuerfalle werden

Malta Steuerfalle 1: Firma ohne Substanz

„Substanz“ ist das Zauberwort der heutigen Zeit – ohne diese endet die Malta Firma schnell beim falschen Finanzamt. Substanz bedeutet zum Beispiel: Eigenes, physikalisches Büro, Mitarbeiter und ein echter Direktor (kein Treuhänder oder Anwalt) und echte, wertschöpfende Aktivität – alles in Malta. Substanz bedeutet aber auch, einen echten, wirtschaftlichen Grund vorweisen zu können, warum man überhaupt eine Gesellschaft auf Malta gründet. Vergessen Sie die Niederlassungsfreiheit, die Finanzämter fordern handfeste Nachweise, dass man nicht nur wegen der steuerlichen Vorteile die Firma auf Malta gründet  (wir nennen Ihnen gerne in paar Beispiele).

Steuerfalle 2: Gewinne künstlich nach Malta rechnen oder verschieben

Die Finanzämter haben das Malta Modell voll ratifiziert. Einem eigenen Unternehmen Rechnung stellen, Geld leihen oder Lizenzgebühren verrechnen, muss nach einer strengen Methode und somit nicht in beliebiger Höhe geschehen. Die Finanzverwaltung schreibt vor, dass im Falle einer solchen Verrechnung im Voraus eine Dokumentation nach speziellen Verfahren erstellt wird, welche auf Verlangen vorgelegt werden muss. Es ist nicht nur darauf zu achten, dass eine Verrechnung marktüblich stattfindet (dem Drittvergleich standhaltend), sondern auch, ob der „Kunde“ (das eigene Unternehmen im Hochsteuerland) die Dienstleistung, die Lizenz oder das Darlehen überhaupt benötigt und auch unter normalen Umständen beziehen würde. Falls nein, wird die Finanzverwaltung die Verrechnung nicht akzeptieren.

Malta Steuerfalle 3: Gefährlichem Halbwissen folgen

Das „klassische“ (internationale) Steuerrecht (vor dem BEPS Abkommen) ist, salopp gesagt, ein „Kindergarten“ gegen die Woche für Woche komplexer werdenden Gesetze, Regeln, Verordnungen und Direktiven. Dabei ändert sich nicht nur die Gesetzgebung selbst, sondern auch die Interpretationen der Finanzverwaltungen, Organisationen wir der OECD, der Gerichte, der Medien und der Öffentlichkeit. So sind viele der „alten“ Regeln und Sachverhalte zwar noch wichtig, aber genießen bei weitem nicht mehr so viel Durchschlagskraft wie noch vor wenigen Jahren. Es gibt mittlerweile eine so große Diversifizierung, dass man selbst mit den besten Absichten in eine Steuerfalle tappen kann. So ist es auf Grund der neuen Gesetzes- bzw. Interpretationslage heute wesentlich einfacher, dass Teile der Gewinne nicht ausschließlich in Malta versteuert werden, sondern z.B. auch in einem Land außerhalb, weil es dort ggf. einen besteuerbaren „Nexus“ gibt.

In jedem Fall kann ich nur empfehlen, sich beraten zu lassen. Wenn Sie meine Beratung in Anspruch nehmen möchten, können Sie mir gerne eine Nachricht hinterlassen.

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