Maltas Zukunft: Grüne Energie oder arabisches Öl?

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Heute möchte ich mich mit dem Thema der Energieversorgung beschäftigen. Und welches Thema wäre dabei aktueller, als das der erneuerbaren Energien?

Präsenz nicht vergleichbar mit Deutschland

Sicherlich werden sich viele noch daran erinnern, welche Aufmerksamkeit die Presse dem Thema 2011 geschenkt hat, als das verheerende Nuklearunglück in Japan geschah. Das Thema Atomausstieg stand ab dort wieder ganz oben auf der Agenda der Kanzlerin Angela Merkel. Nun ist der Atomausstieg in Deutschland beschlossene Sache und der Aufbau an erneuerbaren Energien schreitet voran. Und Malta?

Maltas Ökobilanz nicht die beste

Zu Beginn muss gesagt werden, dass Malta selbst keine Atomenergie erzeugt. Man stelle sich einen Atommeiler auf der Insel vor, die gerade mal so groß ist wie das Bundesland Bremen. Sie merken: Das ist sehr unrealistisch. Da der Trend zu regenerativen Energien in diesem Ausmaß noch recht jung ist, liegt in Malta eine Infrastruktur vor, die stark auf Öl und Gas setzt. Ein Abbau dieser Strukturen wäre teuer und geht daher eher langsam von Statten.

Wenig erneuerbare Energien, aber hohe Subventionierung

Der eigentliche Aufbau von erneuerbaren Energien begann in Malta erst 2009. Damals betrug der Anteil an erneuerbaren Energien folglich 0%. Mittlerweile sind es 5%, die hauptsächlich durch Solarenergien erzeugt werden. Maltas Regierung forciert dabei vor allem ein durch die EU subventioniertes System, so wie wir es aus Deutschland kennen: Fotovoltaik-Anlagen auf Privatdächern. Dabei sollen 50% der Anschaffungskosten (max. 2 500€) sowie 22 Ct pro kWh bezahlt werden. Die im Mai beschlossene Subventionierung soll eine Gültigkeit von sechs Jahren haben, ehe sie einer Überprüfung unterzogen wird.

Maßnahmen zur Verbesserung der Energiebilanz

Eine weitere Maßnahme zur Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks ist beispielsweise die Subventionierung von Solarheizern. Diese erhitzen das Wasser in den für Malta typischen Wassertanks auf den Dächern und lässt einen so Energiekosten sparen. Zudem ist Malta eines der wenigen Länder, die nahezu komplett auf die „Smart Grid“ Technologie setzten (hier ein längerer Artikel zu dem Thema). Smart Grid bedeutet in diesem Zusammenhang so viel wie „Intelligentes Netzwerk“ und bezieht sich dabei auf ein System zum Senken des Energieverbrauchs.

Auch wenn Malta heute nur sehr wenig erneuerbare Energie nutzt, ist die Regierung noch rechtzeitig auf den Zug mit aufgesprungen. Sicherlich ist es nicht leicht, auf einem so kleinen Land eine effiziente Energiegewinnung zu finden, aber in dem Land mit über 300 Sonnentagen im Jahr sind Solaranlagen auf Privatdächern eine ideal genutzte Möglichkeit. Ein erster positiver Effekt wird auch schon sichtbar: In den letzten 5 Jahre ist die Zahl der Pro Kopf Emissionen an CO2 um knapp 9,5% gesunken. Ein gutes Zeichen.

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