Malta 2.0 – Folgen von Panama & Paradise Papers

Nicht erst seit den Panama, -Paradise, -Malta Papers und wie Sie noch so alle heißen, ist die Katze aus dem Sack: Malta bietet ein attraktives Steuersystem und will damit Investoren anlocken. Es gab und gibt wegen der Berichterstattungen etliche umfassende Änderungen, politisch und rechtlich, in Malta und international.

Presse definiert Steuermoral

Während durch die Papers zum Teil auf Missstände, gar auf kriminelle Handlungen hingewiesen wurde, was ich ausdrücklich begrüße, so wurde auch versucht, das Empfinden der Gesellschaft und der Politik zu ändern. Dabei wird und wurde von der Presse ein moralischer Standard definiert, der relativ dogmatisch vor sich hergetrieben wird. Jeder, der anders denkt oder handelt, ist ein unmoralischer Unmensch. Ebenso gilt die Paroli, dass das Geschäftsmodell mit attraktiven Steuern beendet werden muss.

Folgen von Paradise und Panama Papers: Malta 2.0 entsteht

Was sich aber auch verändert hat, vor allem durch die Papers befeuert, ist das Empfinden und Handeln in Malta. Von der Regierung, von Professionals, von Mandanten, von Immobilien Entwicklern und von normalen Bürgern. Es ändert sich das Empfinden und Handeln in eine Richtung, die der Presse sicherlich nicht gefallen wird, weil es exakt in die gegenteilige Richtung geht. Nicht zurück, nicht rückwärts. Sondern nach vorne. Wir erleben gerade die Schöpfung von Malta 2.0. Das moderne Malta stellt sich auf, schafft attraktive Infrastruktur und wappnet sich für mehr internationales Business denn je.

Warum, fragt man sich zurecht – die Papers bewirken doch sicher, dass Malta Modell bald zugrunde geht und dass man sodann alles umstellen muss. Mitnichten und ganz im Gegenteil. Es entsteht dadurch etwas wirklich Großes.

Neue Gesetzen stopfen Steuerschlupflöcher und fördern so Malta

Durch die o. g. Berichterstattung angetrieben, gar initiiert, treibt die Internationale Steuergesetzgebung die Unternehmen förmlich nach Malta. Weil die neuen Gesetze und Formulierungen, die Gott sei Dank eine Ende von Gewinnverschiebungen und Briefkastenfirmen bewirken, die Regeln, welche davor recht schwammig waren, nun klar und klarer vorgeben. Grauzonen verschwinden und Investoren, Unternehmen, Berater und Personen können nun wesentlich planungssicherer mit Malta rechnen und in Malta agieren.

Klare Gesetzteslage vertreibt steuerhinterziehende Firmen aus Malta

Dass man dort besteuert wird, wo man wirklich arbeitet, wo aktiv und physikalisch die Wertschöpfung stattfindet, verjagt prinzipiell vor allem die ‚falschen‘ Firmen und Setups aus Malta. Aber das dämmt doch in einer Zeit der Digitalisierung nicht den Strom der ‚richtigen‘ Unternehmen nach Malta ein. Ganz im Gegenteil: Es werden mehr und mehr und Malta kümmert sich exzellent um die neuen Steuerzahler. Es entstehen modernste Bürogebäude, State of the Art Appartements, tolle Supermärkte, Restaurants, internationale Schulen – eine Infrastruktur auf dem neuesten Stand. Alles nach und nach und sicherlich ist das noch nicht perfekt, aber Malta ist bereit um in Kürze Hunderte, wenn nicht Tausende Mitarbeiter von Unternehmen in Malta willkommen zu heißen, die hier echte Wertschöpfung etablieren. Hier wirklich arbeiten, hier wohnen, hier heiraten, hier Kinder bekommen, hier Freunde finden und hier mitunter sehr gutes Geld verdienen. Klar geht es nicht um Automobilbau oder um Landwirtschaft. Und es geht auch nicht um die abgedroschenen Lizenz- und Finanzierungsgesellschaften von Großkonzernen. Wer sich auskennt, weiß, dass diese Modell schon lange vor den Papers nicht mehr zeitgemäß waren. Es wird genug Unternehmen geben, für die Malta nicht infrage kommt. Und fragwürdige Setups zur reinen Steueroptimierung wird es in Malta 2.0 auch nicht mehr geben.

Malta bietet attraktives Steuersystem auch ohne Tax Deals

Keine Tax Deals mit der Regierung oder verworrene Firmenkonstrukte. Ganz in einfach in und von Malta aus arbeiten und hier die ganz normalen Steuern bezahlen, wie jeder andere Malteser oder Europäer auch. Und natürlich auch ganz legal die Vorzüge eines Steuersystems genießen, welches es schon seit den 60er Jahren gibt. Es ist das Jahr 2018, meine Damen und Herren, das Zeitalter des Internets, von Bitcoin, von künstlicher Intelligenz, von Crowd Funding, Affiliate Marketing, Online Services und Co Working und Living.

Malta bietet Common Law und gute  Infrastruktur

Die Zukunft ist digital und sie wird auch in Malta gelebt und geformt. Und es gibt mehr und mehr Branchen, für die es beim Einsatzort einzig und allein auf die Infrastruktur ankommt. Steuern sind natürlich wichtig, aber in der globalisierten, englischsprachigen Welt ist das internationale Parkett, welches Malta bietet, genau so wichtig. Ebenso spielen rechtliche Gründe eine Rolle: In Malta gilt aufgrund des britischen Erbes in vielen Bereichen Common Law.

Gesetzliche Nähe von Malta zu vielen Ländern

Damit steht Unternehmen im Rechtsstreit wesentlich mehr Case Law (also zB im deutschen oder französischen  Civil Law) zur Verfügung und die Kompatibilität mit Staaten wie UK, USA, Australien, Neuseeland, Canada usw. ist wesentlich größer. Im Zeichen des Brexits eine wichtige Grundlage. Arbeiten und Leben am Mittelmeer und in der Sonne ist da nur ein kleiner Bonus.

Daher stellt sich Malta 2.0 gerade vorbildlich auf, und lässt die Muskeln spielen.

Ich freue mich also über jede Entwicklung, die weg von Steuervermeidung, weg von Briefkastenfirma und hin zur echten Wertschöpfung geht. Für die maltesischen Straßen und die maltesischen Schulen. Für die maltesischen Krankenhäuser und für die maltesischen Kindergärten. Und ich bin der Presse dankbar, die diese Entwicklung so tatkräftig unterstützt, es wäre ohne diese Hilfe nicht möglich gewesen.

Wenn Sie ein Teil von Malta 2.0 werden möchten, eine Firma in Malta gründen möchten und in, von und aus Malta arbeiten möchten, dann sprechen Sie mich an.

Ein Kommentar

  1. Ingo 14. Dezember 2017

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