Körperschaftssteuer in Malta: Vergleich und Vorteile

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Das Streben nach möglichst niedrigen Steuerzahlungen hat wohl jeder, besonders aber Unternehmen. Mühsam erwirtschaftete Gewinne müssen teilweise enorm versteuert werden und da wundert es kaum, dass sich viele Gedanken über Steueroptimierungen machen. Doch dieser Weg muss nicht immer über das von großen Konzernen bekannte Unternehmenssplitting gehen, Malta ist nach Meinung der Kanzlei Dr. Werner & Partner das naheliegendere Ziel.

EU-Vergleich: Malta hat Spitzenposition inne – mit einem Haken

Vergleicht man die Steuerbelastungen für Unternehmen in der EU, so gibt es große Spannen zwischen den einzelnen Ländern. Was jedoch auffällt: Während Deutschland im Mittelfeld gelistet ist, findet man Malta in der Spitzengruppe. Wie kann das sein, wenn Steuerkanzleien wie Dr. Werner & Partner die Gründungen von Malta Limiteds zu einem Geschäftsmodell entwickelt haben? Nun, die Krux liegt im Detail: Entsprechende Statistiken gehen immer von den Regelsteuersätzen aus und schließen mögliche Vergünstigungen aus. Malta bietet aber bekanntermaßen für ausländische Unternehmer und Investoren außerordentliche Steuervergünstigungen. In einer Tabelle für ebensolche Steuersätze wäre Malta auf einem der letzten Plätze.

Steuerbelastung in Malta verglichen mit Deutschland

Um auch die letzten Zweifler an einer Firma in Malta zu überzeugen, möchte ich kurz einen Vergleich mit Deutschland präsentieren. Bei betrachten des Dokuments des Bundesfinanzministeriums zum Thema Steuern im internationalen Vergleich, zeichnet sich ein klares Bild ab: Malta hat vergleichsweise die höchsten Steuerbelastungen, Deutschland rangiert mit seinem Körperschaftssteuersatz (15%) am unteren Ende der Tabelle, bei der Gesamtbesteuerung aber im oberen Mittelfeld (mit 29,83%, Malta in diesem Ranking zweiter Stelle (35%) hinter Frankreich (36,1%)). Diese große Differenz zwischen Körperschaftssteuersatz und Gesamtsteuerlast in Deutschland ist ungewöhnlich. Während sich in Deutschland mögliche Steuerermäßigungen also auf jeweils einen relativen kleinen Steuersatz anrechnen lassen, geschieht dies in Malta auf den 35% Körperschaftssteuersatz. Die Folge: Die gesparte Summe ist in Malta in den allermeisten Fällen höher.

Der genannte Punkt ist aber in keiner Weise der größte Vorteil einer Besteuerung in Malta. Wie ich schon in älteren Beiträgen betont habe, erhalten ausländische Gesellschafter 6/7 der bezahlten 35% Körperschaftssteuer in Form einer Erstattung wieder. Der effektive Körperschaftssteuersatz mit einer Firma in Malta liegt also bei knapp 5% – und abgesehen von der maltesischen Mehrwertsteuer kommt hier nichts mehr hinzu (bestimmte Tätigkeitsbereiche fallen unter bestimmte Steuergesetze, beispielsweise Onlineglücksspiel).

Titelbild: Lupo  / pixelio.de

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