Grüne Energie wird in Malta mit 140 Mio. Euro subventioniert

Die Energiefrage beschäftigt wahrscheinlich jede Regierung auf dieser Erde. Fossile Brennstoffe werden mittel- bis langfristig ausgehen und Alternativen müssen her. Auch in Malta soll der Anteil an erneuerbaren Energien erhöht werden, weswegen die Regierung jetzt ein 140 Millionen Euro schweres Subventionierungspaket ausgerufen hat – sehr zur Freude der Energiebetreiber.

Bisher setzt Malta bei Energie auf Gas und Öl

Bisher löst Malta seine Energieversorgung vor allem mit Gas und Öl. Dass sich dies nicht positiv auf die Ökobilanz des Inselstaates auswirken, ist klar, letztlich ist dies meiner Meinung nach aber weniger Motivation hinter dem Vorhaben, grüne Energie zu subventionieren. Zum einen soll größere Unabhängigkeit geschafft werden, da große Mengen an Erdgas aus dem politisch instabilen Libyen kommen, zum anderen hat man auch EU-Vorgaben im Auge. Bis 2020 sollen EU-Mitgliedsstaaten mindestens 10% ihres Energiebedarfs durch regenerative Energien decken. Aktuell sind es in Malta 4%.

Bereits 2014 gab es Subventionen für grüne Energie in Malta

Was vielen unbekannt ist, ist die Tatsache, dass es sich bei den Subventionierungen nicht um die ersten Staatsförderungen dieser Art handelt. Bereits 2014 rief die Regierung Maltas ein Programm ins Leben, dass die Anschaffung von Photovoltaik-Anlagen mit bis zu 2500€ unterstützte, sowie den Betreibern einen guten Preis für Ihren Strom zahlte. Dass nun vor Ablauf dieses Programms (es sollte sechs Jahre gültig sein) ein neues Paket ins Leben gerufen würde, lässt mich mutmaßen, dass das erste Paket nicht sonderlich gut angenommen wurde. Dies zeigt sich auch im Anteil an regenerativen Energien im Energiehaushalt Maltas: Dieser hat sich in den vergangenen zwei Jahren, seit es das Programm gibt, praktisch nicht verändert.

Photovoltaikanlagen und Windkrafträder Ziel Maltas Subventionen

Die Subventionen betreffen auch dieses Mal wieder Photovoltaik-Anlagen, die in Malta wegen des guten Wetters natürlich sehr ergiebig sind. Außerdem werden nun jedoch auch Onshore Windparks gefördert, sollte sich innerhalb der nächsten vier Jahre ein geeigneter Platz hierfür finden lassen. Die Förderung drückt sich diesmal in Form eines Premium-Preises aus, die der Staat für jede Kilowattstunde zahlt. Der Preis soll über dem marktüblichen Preis liegen und damit für Energieverkäufer lukrativ gemacht werden.

An sich halte ich die Subventionierungen für eine gute Sache. Da das letzte Paket nicht sonderlich gut vom Privatsektor angenommen wurde, ist die logische Konsequenz, den Energiebetreibern erneuerbare Energie schmackhaft zu machen (was jedoch nicht heißt, dass private Haushalte nicht von der Subventionierung profitieren können).

 

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