Google Frankreich: Ermittlungen wegen Steuervermeidung

Wieder hat es einen der großen getroffen. Nach dem im letzten Jahr bereits einige Großkonzerne in den Genuss groß angelegter Ermittlungen im Hinblick auf Steuervermeidung kamen, statteten französische Beamte heute dem Internetgiganten Google in seinen Büros in Frankreich einen Besuch ab. Der Vorwurf der französischen Regierung lautet Steuervermeidung. Die heute durchgeführten Untersuchungen stellen einen weiteren wichtigen Punkt im Kampf gegen Steuervermeidung dar.

Frankreich verlangt 1,6 Milliarden Euro von Google

Gegen 5 Uhr morgens sollen die Beamten, bestehend aus dutzenden Finanzbeamten und IT-Experten, Googles Frankreich Zentrale in Paris betreten haben. Die Untersuchung dauerte den ganzen Tag an und es wurde massenhaft Beweismaterial gesichert. Der französische Staat verlangt von Google eine Steuernachzahlung in Höhe von 1,6 Milliarden Euro, da, so die Regierung, Google Geschäfte in Frankreich mache, Steuern aber zum Großteil in Irland zahle. Alles rechtens sagt Google, schließlich sei das in Frankreich aktive Unternehmen lediglich Vermittler der Werbeanzeigen, die in Suchergebnissen von Google erscheinen. In Frankreich sieht man das anders.

Steueroptimierung im alten Stil nicht mehr möglich

Dass der nächste Großkonzern ins Visier der Ermittler gerät, war meiner Meinung nach nur eine Frage der Zeit. Die Liste der Steuerabkommen ist mittlerweile groß. BEPS, CRS, FACTA, und so weiter. Außer Frage steht nämlich, dass Steueroptimierung, so wie sie noch vor zehn Jahren praktiziert wurde, heute undenkbar ist. Das Stopfen von Steuerschlupflöchern ist eines der zentralen Themen der Politik des letzten Jahres und da liegt es nahe, dass zeitnah erste Konsequenzen zu erleben sind. Im Zweifel ziehen dabei die Konzerne den Kürzeren, wie ein anderer Fall um Google in Großbritannien zeigt. Hier einigte man sich auf eine Steuernachzahlung im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Sicherlich waren diese Ermittlungen und dieses Ergebnis auch für die französischen Kollegen ein Ansporn.

Wie bereits gesagt sind die alten Steuermodelle so gut wie passé. Daran müssen sich auch große Konzerne anpassen, die in der Vergangenheit höchst komplexe und verkettete Unternehmensstrukturen aufgebaut haben, um die Steuerlast niedrig zu halten. Sicherlich werden einige dabei auch auf Malta stoßen, dass sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen eine gute Alternative sein kann.

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