Fraport in der Kritik – Firma in Malta aus Steuergründen?

Die Fraport AG wird vielen ein Begriff sein. Lange Trikotsponsor vom Bundesligaverein Eintracht Frankfurt, ist das Unternehmen auch in seiner Funktion als Betreiber des Frankfurter Flughafens bekannt. Nun ist das Unternehmen in Kritik geraten, und das von politischer Seite: Dem Unternehmen wird vorgeworfen, mit seinen zwei Tochterfirmen nur aus steuerlichen Gründen in Malta zu sein. Mein erster Gedanke: Interessant, und wie ist das Wetter heute?

Frankfurter Rathaus kritisiert Fraport AG wegen Malta Firmen

Die Kritik kommt aus dem Frankfurter Rathaus von der Fraktion mit dem klangvollen Namen „Die Fraktion“. Und auch von links kommt Kritik, dort wird man sogar konkret und vermutet Steuermodelle hinter den zwei Tochterfirmen in Malta. Ich nehme die Pointe dieser Diskussion schon vorweg: Ja, mit Sicherheit liegen steuerliche Gründe hinter der Platzierung der Fraport in Malta.

Fakt ist doch der: Ja, Malta bietet attraktive Steuersätze. Und ja, in der Vergangenheit wurde dieser Standortvorteil dahingehend ausgenutzt, dass Unternehmen erlogenerweise vorgaben, in Malta aktiv zu sein und somit von den Steuervorteilen profitiert zu haben. Das Wort Steuerhinterziehung prangert bei solch einem Konzept zurecht an den Türen ebensolcher Unternehmen.

Keine Briefkastenfirma bei der Fraport AG in Malta

Auch wenn ich die genauen Praktiken der Fraport Malta Limited und der Fraport Malta Business Services Limited nicht kenne, so bin ich mir fast sicher, dass es sich hierbei um mehr als Scheinfirmen handelt. Ein so großes Unternehmen, noch darüber hinaus mit dem Land Hessen als großer Anteilseigner, wäre das Risiko großer negativer Publicity und von Steuer erfahren auf Grund einer Briefkastenfirma wohl kaum eingegangen. Ich bin also davon überzeugt, dass die Geschäfte, die offiziell mit den Firmen abgewickelt werden, auch in Malta durchgeführt werden. Dies ist nämlich essentiell und absolut wichtig, damit die Unternehmen von Maltas Vorteilen profitieren dürfen – sowohl rechtlich als auch moralisch.

Dass ein zu 31% staatliches Unternehmen im Ausland zu steuerlich besseren Konditionen agiert, scheint im ersten Moment vielleicht fragwürdig. Als AG ist die Fraport AG jedoch seinen Aktionären verpflichtet, dies besten Möglichkeit auszuschöpfen. Und da die Fraport Malta Limited und die Fraport Malta Business Services Limited in Malta auch wirklich in Malta agieren, sehe ich erst Recht keine Probleme. Zumal folgende Kennzahl noch weit mehr Spannung aus dem Thema nehmen: 2016 betrug die Konzernsteuerquote 31,1%.

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