Flüchtlingskrise: Merkel & Co. in Malta

Hohen Besuch haben wir derzeit in Malta, auch wenn der Grund von wenig freudiger Natur ist: Die großen Regierungschefs aus Europa und Afrika haben sich in Valletta versammelt, um über die Flüchtlingskrise und deren Bekämpfung zu diskutieren. Wie man erfährt, waren die Gespräche in Malta durchaus fruchtbar und eine Einigung konnte erzielt werden. Dass die Gespräche im Afrika nahen Malta stattgefunden haben, hat dabei natürlich Sinn.

Fünf-Punkte-Plan in Malta im Kampf gegen die Flüchtlingskrise

So viel politische Prominenz sieht man sonst selten auf Malta, doch auch in Malta sind viele Flüchtlingsfragen noch offen. Auf der bereits beendeten Konferenz zur Flüchtlingskrise waren fünf zentrale Punkte Thema: die Rückführung von Flüchtlingen in die Heimatstaaten, den Aufbau von Transitzentren entlang viel genutzter Flüchtlingsrouten, Maßnahmen gegen Menschenschmuggler, die Bekämpfung von Fluchtursachen sowie die Erleichterung der legalen Migration von Afrika nach Europa. Dass bei dem jetzigen Gipfel hauptsächlich Afrikaflüchtlinge Thema waren, kommt nicht von ungefähr: In diesem Jahr sind bereits 134 000 Afrikaner nach Europa geflüchtet. Angesichts der Zahlen aus Syrien natürlich eine kleine Zahl, absolut jedoch nicht zu unterschätzen.

Hilfsfonds für Afrika im Kampf gegen Flüchtlingskrise

Bei den meisten Punkten konnte man sich einigen. Unter anderem wird ein Hilfsfond eingerichtet, der 3,6 Milliarden Euro umfassen soll und zur Hälfte von EU-Budgets kommt, zur anderen Hälfte von den Mitgliedsstaaten finanziert wird. Ein gutes Ergebnis könnte man meinen, dennoch sind viele afrikanische Staatschefs unzufrieden, da die Summe an Überweisungen von Europa nach Afrika (durch Angehörige) diese Summe deutlich übersteigt und ein Rückgang der Afrika-Immigranten in Europa hier einen negativen Trend in Gang setzen würde. Der Tagespunt der Flüchtlingszentren konnte hingegen nicht durchgesetzt werden.

Dass der Gipfel in Malta stattfindet, kommt nicht von ungefähr. Malta hatte in den vergangenen Jahren selbst stark mit Flüchtlingsstrom zu kämpfen, da es durch seine Lüge von vielen Afrikanern angesteuert wurde. Aufgrund von Kapazitätsgrenzen (Malta hat die vierthöchste Bevölkerungsdichte der Welt) hat man die Maßnahmen gegen die illegale Einwanderung jedoch enorm verstärkt.

 

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