Finanzzentrum Malta: Das neue London?

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Die Regierung um Premierminister Joseph Muscat hat sich das motivierte Ziel gesteckt, Malta in den kommenden Jahren zu einem Finanzzentrum in Europa zu machen. Die nötigen Voraussetzungen dafür würden geschaffen, hieß es diesbezüglich. Und sicherlich: Malta bietet einige Voraussetzungen, um ein bedeutender Finanzknotenpunkt in Europa zu werden. Doch kann man London, besonders im Hinblick auf den möglichen EU-Austritt Großbritanniens, als führendes Zentrum ablösen?

Referendum soll über Großbritanniens EU-Austritt entscheiden

In drei Jahren, also im Jahr 2017, wird es aller Voraussicht nach ein Referendum in Großbritannien geben, in dem die Bürger darüber entscheiden können, ob das Land noch länger EU-Mitglied sein soll oder nicht. Anders als der Austritt aus der Währungsgemeinschaft Euro (wovon die Briten bekanntermaßen nicht Teil sind), ist ein EU-Austritt rechtlich wesentlich leichter beziehungsweise überhaupt möglich. Wie vor kurzem bekannt wurde, planen große Finanzinstitute allerdings einen Abzug ihrer Mitarbeiter aus London, sollten die Britten tatsächlich aus der EU austreten. Das Prinzip des freien Binnenmarktes, auf dem auch das Malta Modell mit seiner Malta Limited beruht, wäre dann nämlich nicht mehr in Großbritannien anzuwenden und es entstünden neue bürokratische Hürden.

Malta eher weniger als größtes Finanzzentrum Europas geeignet

Jetzt aber zu der Frage, ob Malta diese Rolle ausfüllen könnte. Nach Meinung der Kanzlei Dr. Werner & Partner: nein. Der Finanzknotenpunkt London gehört zu den größten in der Welt mit unheimlich vielen und großen Transaktionen. Malta bietet (noch) nicht die Infrastruktur, um all dies aufzunehmen. In dieser Diskussion fallen dann andere Namen wie beispielsweise Frankfurt am Main, die Börsenstadt in Deutschland. Sicherlich ist Malta ein bedeutender Finanzpunkt für den südlichen Mittelmeerraum, am längst nicht so groß wie London. Das Malta ein erhebliches Wachstum dieser Branche verzeichnen wird, ist allerdings naheliegend, da die unternehmerfreundlichen Gesetze, die 5,4% Effektivbesteuerung möglich machen, natürlich weiterhin gelten. Der Andrang von ausländischen Unternehmen auf Malta ist daher auch weiterhin ungebremst.

Welcher Standort dann letztendlich die Nachfolge Londons antreten wird, sollten sich die Britten tatsächlich dazu entscheiden, aus der EU auszutreten (was keinesfalls wünschenswert ist), wird sich dann zeigen.

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