EU beschließt neue Maßnahmen – Das Ende des Malta Modells?

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In der EU wurden gerade erst Maßnahmen beschlossen, die Steuerhinterziehung von Unternehmen durch Aktivitäten im Ausland verhindern sollen. Ein weiteres Ziel der Maßnahmen: Das Ausnutzen von Steuertricks soll erschwert werden um Gelder bei den wohl größten Steuervermeidern wie Apple, Microsoft und Co. zu holen. Doch betreffen die neuen Regeln auch Unternehmer in Malta, die dort mit einer Malta Limited einem Effektivsteuersatz von knapp 5% entgegensehen?

EU zielt auf Apple, Microsoft und Co., die Double Irish With a Dutch Modell nutzen

Wie bereits angedeutet, sind der EU vor allem die Global Player aus den USA wie Apple und Microsoft ein Dorn im Auge. Apple beispielsweise zahlt im Ausland effektiv nur etwa 1,9% Steuern auf seine Milliardengewinne. Bei der genannte Zahl handelt es sich jedoch nur um eine Schätzung, da Apples Konstrukt, das auf dem „Double Irish With a Dutch Sandwich“ System beruht, nur schwer zu durchschauen ist und gerade erst einer erneuten Prüfung vollzogen wird. Ebenfalls im Visier der verantwortlichen EU-Kommission: Finanzierung der Geschäfte eines Unternehmens durch Fremd- sowie Eigenkapital, wenn die Finanzierung nur der Steuervermeidung dient. Ein Beispiel wären hierfür wären beispielsweise Lizenzgeschäfte eines Unternehmens mit einer eigenen Tochterfirma (Tochterfirma vergibt Lizenzrechte an Mutterunternehmen).

Malta Limited nicht von neuen EU Regeln betroffen

Dass in einer Diskussion zum Thema Steuervermeidung auch das Malta Modell zum Gesprächsthema werden würden, hatten wir bei der Kanzlei Dr. Werner & Partner erwartet. Der Ausmaß der Diskussion hielt sich jedoch in Grenzen. Dennoch möchte ich in meinem heutigen Beitrag auch die Frage klären, ob Malta von den neuen Regelungen betroffen ist. Nun, ich kann die erhitzten Gemüter beruhigen. Nach Einschätzung der Kanzlei Dr. Werner & Partner steht dem Steuern Sparen in Malta auch weiter nichts im Wege, da das Malta Modell in erster Linie nicht auf dem Prinzip des Unternehmenssplittings innerhalb der EU beruht. Mit einer Malta Limited werden regulär Geschäfte in Malta abgewickelt und auch dort besteuert. Die Regierung sieht jedoch vor, ausländischen Gesellschaftern 6/7 des gezahlten Körperschaftssteuersatzes zurückzuzahlen, wodurch der erwähnte 5,4%ige Effektivsteuersatz zu Stande kommt.

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