China investiert 250 Millionen Euro in Malta

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Dass Malta besonders attraktiv für Investoren ist, habe ich nun schon in vielen Beiträgen unterstrichen, doch eine jetzt von der Shanghai Electric Power getätigt Investition gab es so noch nicht. Das staatliche Unternehmen aus China investiert 250 Millionen Euro in Enemalta, dem einzigen Energiekonzern in Malta. Die Verträge wurden zwar schon am 12. Dezember vergangenen Jahres unterschrieben, traten jedoch erst jetzt im neuen Jahr in Kraft. Welchen Sinn diese Investition hat, möchte ich in meinem heutigen Beitrag klären.

Einstieg bei Enemalta ist an Umrüstung von Ölkraftwerk verbunden

Der Einstieg der Shanghai Electric Power steht im Zusammenhang mit einem großen Kraftwerk in Malta, dem BWSC Plant. BWSC ist dabei ein global agierender Konzern der für seine Kraftwerke zur Herstellung von Energie aus fossilen Brennstoffen bekannt ist. Plan ist es, das Kraftwerk, das in der Vergangenheit noch mit Schwerbenzin betrieben wurde, in ein Gaskraftwerk umzuwandeln. Man verspricht sich dadurch eine effektivere und sauberere Herstellung von Energie zu einem niedrigeren Preis.

Shanghai Electric Power erhält 33% an Enemalta

Für die Investitionssumme in Höhe von 250 Millionen Euro soll der Konzern die Umwandlung durchführen und erhält dafür im Gegenzug eine Minderheitsbeteiligung in Höhe von 33%. Enemalta war gewissermaßen auf die Investition angewiesen, da das Unternehmen Schulden über 840 Millionen Euro drücken und zunächst kein Investor gefunden wurde, der die Anforderungen erfüllte. Nun sieht der Konzern mit seinen über 2 000 Mitarbeitern einer gesicherten Zukunft entgegen.

Malta ist von Öl abhängig – Zukunftsorientierte Umrüstung

Da Malta nicht mit ausländischen Stromnetzen verbunden ist, muss der komplette Energiebedarf auf der Insel produziert werden. Wie ich bereits in meinem Beitrag „Finanzmärkte 2015: Was man in Malta erwartet“ geschrieben hatte, besteht in Malta eine gewisse Abhängigkeit von Öl beziehungsweise dem Ölpreis, insbesondere deshalb, weil der Energiebedarf gedeckt werden muss und dies durch importiertes Öl geschieht.28

Welche Auswirkungen diese Investition für Enemalta und Malta generell haben wird, wird sich nun zeigen. Sicherlich ist es positiv zu sehen, dass das Land sauberere Energie gewinnt. Die Malteser sind bei dem Deal geteilter Meinung. Die einen sagen, das Chinese Unternehmen hätte den Jackpot gezogen, da große Teile des BWSC Kraftwerks übergehen und so die effektive Kaufsumme für die Beteiligung nicht besonders groß ist. Jedoch muss eingeschränkt werden, dass die Chinesen trotz 33% Beteiligung nur zu 21,45% am Gewinn beteiligt werden. Zudem war die Investition dringend notwendig, denn alleine hätte Enemalta diese Summe nicht aufbringen können.

 

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