Auch Malta: 51 Staaten vereinbaren Austausch von Bankdaten

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Es könnte eine entscheidende Maßnahme gegen internationale Steuerhinterziehung sein: 51 Staaten, darunter auch Malta und Deutschland, haben sich über einen Austausch von Finanzdaten geeinigt. Dieser Schritt könnte vor allem die falsche und illegale Nutzung von Offshore-Firmen im Ausland unterbinden, da Geldströme ins Ausland nun besser kontrolliert werden können.

Erstes Finanzabkommen sorgte für 37 Milliarden Euro Mehreinnahmen

Die Idee eines Informationsaustausches ist nicht neu. Bereits vor der jetzt erzielten Einigung, führte ein ähnliches Abkommen zwischen 24 Staaten zu steuerlichen Mehreinnahmen in Höhe von 37 Milliarden Euro innerhalb der letzten fünf Jahre. Das neue Abkommen soll nun diese Zahl noch übertreffen. Doch was genau beinhalten die weitergegebenen Informationen? Diese Frage ist recht eindeutig zu beantworten: Lebt ein Kontoinhaber im Ausland, so sind Banken verpflichtet, einer entsprechenden Behörde Informationen über Dividenden, Zinsen, Salden sowie Erlöse aus Finanzvermögensverkäufen zuzustellen. In Kraft treten soll das Ganze im Januar 2016.

Malta Limited Modell ist nicht durch das Abkommen gefährdet

Wir von der Kanzlei Dr. Werner & Partner begrüßen den Schritt. Zwar könnte man bei erster Betrachtung meinen, das Malta Limited Modell, mit dem sich die Steuersituation von Unternehmen und Unternehmern erheblich verbessern lässt, hätte auf Grund der neuen Regelung keine Chance auf Weiterbestehen, doch diese Annahme ist falsch. Das Sparen von Steuern mit einer Malta Limited oder dem Malta Holding Modell ist nämlich durch und durch legal, da es auf dem Prinzip des freien Binnenmarktes in der EU beruht.

Bilaterales Abkommen zielt nur auf private Steuerhinterzieher ab

Aber auch aus einem weiteren Grund ist das Modell mit einer Malta Limited nicht gefährdet: Bei den ausgetauschten Daten handelt es sich ausschließlich um Daten von Privatkonten oder solchen Geschäftskonten, die in einen direkten Zusammenhang mit Privatpersonen gestellt werden können. Das Zweifelhafte daran: der Begriff des Bankgeheimnisses leidet natürlich unter den eingeleiteten Maßnahmen. Auch daher ist davon auszugehen, dass die Zahl der Selbstanzeigen in den kommenden Monaten bis Inkrafttreten des Abkommens deutlich ansteigen wird, wie es bereits nach der Veröffentlichung der Steuer-CDs aus der Schweiz und nach dem Fall Uli Hoeneß der Fall war.

Falsche und illegale Nutzung von Offshore-Firmen sorgt für Missverständnisse

Problematischer wird es bei Offshore-Firmen. Im allgemeinen Sprachgebrauch fällt der Begriff Offshore-Firma meistens im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung, was der Tatsache geschuldet ist, dass solche Unternehmen zu lange falsch und illegal genutzt wurden. Was aber viele nicht wissen: Gerade im Zusammenhang mit einem Umzug nach Malta ist die Nutzung von Offshore-Firmen ein gutes und legales Instrument, um Menschen zu helfen, legal und nachhaltig deren Steuersituation zu optimieren.

Das neue Abkommen zum Unterbinden von Steuerhinterziehung im Ausland ist also nur bei denen gefürchtet, deren Strukturen zum Steuersparen nicht vollkommen legal sind. Im Gegensatz dazu muss der neue Austausch zwischen den Finanzämtern ab 2016 von Mandanten der Kanzlei Dr. Werner & Partner in keiner Weise gefürchtet sein, da wir ohnehin nur Strukturen aufbauen, die legal und somit jederzeit ohne Bedenken jedem Finanzamt gemeldet werden könnten. Da hierfür aber eine absolut fehlerfreie Ausführung der offiziellen Vorgänge nötig ist, raten wir dringend davon ab, die Gründung einer Firma im Ausland selbst in die Hand zu nehmen und sich anstatt dessen immer Rat einzuholen. Wir von der Kanzlei Dr. Werner & Partner bieten uns hierfür freundlich an und Sie können uns diesbezüglich gerne kontaktieren.

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